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Doortje Kal

Gastfreundschaft

Das niederländische Konzept Kwartiermaken als Antwort auf die Ausgrenzung psychiatrieerfahrener Menschen

Übersetzt von Rita Schlusemann, mit einem Vorwort von Robin Boerma

ISBN 978-3-926200-67-9
216 Seiten, 2. Auflage 2010
Preis 19,95 EUR
zzgl. Versandkosten, inkl. 7,00 % MWSt
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Zur Website von Kwartiermaken: www.kwartiermaken.nl/Deutsch.html
 
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Über das Buch

„Weißt du, was schlimm ist?! Das ständig zurückkehrende Gefühl der Hoffnung, doch endlich dazuzugehören.“
Das Konzept Kwartiermaken ist eine Antwort auf die Enttäuschung dieser Hoffnung, eine Antwort auf die gesellschaftliche Ausgrenzung von psychisch kranken Menschen, die noch mehr als andere das Bedürfnis haben, verstanden zu werden.
Wörtlich bedeutet Kwartiermaken, einen Aufenthaltsort für eine Gruppe Neuankömmlinge vorzubereiten. Kwartiermaken meint also die Förderung eines gesellschaftlichen Klimas, in dem (mehr) Möglichkeiten entstehen für Menschen mit Psychiatrieerfahrung und viele andere, die mit denselben Mechanismen der Ausgrenzung kämpfen.

Dazu sagt die Autorin Doortje Kal, die das Projekt Kwartiermaken in den Niederlanden maßgeblich mit aufgebaut hat, in diesem Buch:
„Ich möchte untersuchen, was gesellschaftlich notwendig ist, um soziale Integration zu ermöglichen, die nicht auf Assimilation hinausläuft, bei der das Anderssein ausgelöscht wird.
Kwartiermaken ist im Wesen das Organisieren von Gastfreundschaft, also ein Willkommenheißen, ohne Fragen zu stellen.

"Dem Paranus-Verlag ist zu verdanken, dass solche Bücher überhaupt den Weg in die psychosoziale Debatte finden, und jedem, der an dieser Debatte teilnimmt, sei empfohlen, sich über das Angebot dieses Verlags zu informieren."
Andreas Manteufel in:systhema

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Eine Frage des Unterschieds
1.1 Das Projekt Kwartiermaken
1.2 Spannungen innerhalb der Rehabilitationstheorie
1.3 Fragen zur Kategorisierung / Problem der Benennung
1.4 Raum für den fremden Anderen bei Irigaray
1.5 Fragestellung und Aufbau

2 Dringlichkeit des Kwartiermakens
2.1 Das Recht, nicht gestört zu werden?
2.2 Geschichte des Kwartiermakens
2.3 Architekten von Konversationsräumen
2.4 Wahnsinn als Verhältnis zur Kultur – Erzählen und Übersetzen
2.5 Die Aktualität Dennendals und die sechziger Jahre
2.6 Von Figuren der Wahrheit zu Figuren des Leidens
2.7 „Mein ganzer Körper jubelt, wenn ich bald wirklich nach Hause kommen kann.“
2.8 Schlussfolgerung

3 Ein gastfreundlicher Empfang
3.1 Hintergrund – die Sehnsucht, ein Mitglied der Welt zu werden
3.2 Ein dreifaches Problem
3.3 Philosophische Perspektiven
3.4 Das Organisieren von Gastfreundschaft in der Praxis
3.5 Ideologie der Normalität
3.6 Zusammenfassung

4 Andersdenken über Anderssein
4.1 Einführung
4.2 Ein Vokabular des Unterschieds
4.3 Andere Stimmen
4.4 Psychose-Seminare
4.5 Multilog – eine Stimmenvielfalt
4.6 Zusammenfassung

5 Normative Professionalität
5.1 Prolog
5.2 Die Beziehung zwischen dem Allgemeingültigen und dem Besonderen
5.3 Die Lebensführung der Klienten als Ausgangspunkt
5.4 Die Subjektwerdung
5.5 Burnout
5.6 Professionalität und gesellschaftliche Verantwortlichkeit
5.7 Zusammenfassung

6 Freundschaftsdienst – Jedes Mal, wenn sie kommt, bin ich froh
6.1 Einführung
6.2 Anil und Emile
6.3 Das Konzept ,soziale Unterstützung’
6.4 Das Präsenzverfahren
6.5 Freundschaft von Buddys
6.6 Verletzliche und sorgende Bürgerschaft
6.7 Zum Schluss

7 Beteiligte Bürger
7.1 Einleitung
7.2 Sich öffnende Bürgerschaft
7.3 Träge Fragen in einer schneller werdenden Gesellschaft
7.4 Arbeit – ein schwieriges Angebot
7.5 Bürgerschaft und Wohnen
7.6 Eine beteiligte Gesellschaft


Ausblick
Literatur
Internetseiten
Verzeichnis der Abkürzungen von Organisationen


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