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Soteria im Gespräch

Rezensionen

Fazit der Rezension von Annemarie Jost auf www.socialnet.de:
"Die Neuauflage des vor zwanzig Jahren erschienenen Buches gibt Gelegenheit, das spannende Projekt Soteria in seinen vielen Facetten kritisch zu beleuchten, die Aufbruchstimmung nachzuempfinden, aber auch die Grenzen und die hohen Anforderungen an die Mitarbeiter zu verstehen. ..."
Die ganze, ausführliche Rezension finden Sie hier: www.socialnet.de

Cornelia Schäfer auf WDR 3 zur Originalausgabe:
Soteria heißt Rettung, Geborgenheit. Und so mögen Menschen in psychischer Not die nach diesem Prinzip arbeitenden Einrichtungen auch empfinden, zumal, wenn sie vorher Erfahrungen mit der ganz normalen Psychiatrie gemacht haben. Deren Grundannahmen, Arbeitsweise und Ausstrahlung, so befanden der amerikanische Psychiater Loren Mosher und seine Mitarbeiterinnen schon in den Siebziger-Jahren, sind für verstörte oder verzweifelte Menschen geradezu kontraproduktiv. Sie entwickelten ein therapeutisches Milieu, das einen neuen Ansatz zur Behandlung psychosekranker Menschen enthielt, und gaben dem Ganzen den verheißungsvollen griechischen Namen Soteria. (...)
Die Soteria-Befürworter haben viele Argumente auf ihrer Seite: das Konzept wird von betroffenen und Angehörigen akzeptiert, es humanisiert die Psychiatrie und – wie die Begleitforschung zu der Soteria-Arbeit in den USA und der Schweiz zeigt – man muss sich auch in puncto Behandlungserfolge nicht verstecken. So haben die bisherigen Untersuchungen ergeben, dass die milieuorientierte partnerschaftliche Behandlung ersterkrankter psychotischer Patienten mindestens ebenso wirksam war wie die in einem traditionell arbeitenden Krankenhaus. Positiv konnten die Alternativangebote darüber hinaus für sich verbuchen, dass dort viel weniger Medikamente zum Einsatz kamen. Die in der Soteria behandelten Patienten konnten ihre psychotische Episode besser in ihre Lebensgeschichte integrieren und leichter wieder an ihr Alltagsleben vor der psychischen Krise anknüpfen. (...)


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