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Fritz Bremer / Hartwig Hansen / Jürgen Blume (Hg.)

Wie geht´s uns denn heute!

Sozialpsychiatrie zwischen alten Idealen und neuen Herausforderungen

ISBN 978-3-926200-47-1
248 Seiten
Preis 9,80 EUR
zzgl. Versandkosten, inkl. 0,00 % MWSt
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Als PDF-Datei für 9,80 Euro erhältlich – bitte eine Mail an verlag@paranus.de
 
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Über das Buch

„War das Projekt der Gemeindepsychiatrie, derRekommunalisierung von psychischem Leid und den erforderlichenHilfen eine Illusion? Zeigt das allmähliche Verblassen der Faszinationkraft, die gemeindepsychiatrische Projekte einst ausgezeichnet hatte, nicht, dass ihre Zeit vorbei ist?
In der Psychiatrie haben sich biologische Denkmodelle und Therapieverfahren, nach Jahren heftiger Kritik, wieder gut erholt und wohl eher an Bedeutung gewonnen.“

Es ist wahrlich an der Zeit, Fragen zu stellen und kritische Bilanz zu ziehen, wie es z.B. Heiner Keupp mit diesen Worten in seinem Buchbeitrag tut, denn Fragen gibt es genug in Zeiten von Sparzwang und Qualitätsmanagement.
Es ist an der Zeit zu überprüfen, was erreicht werden konnte, was sich wirklich verändert hat, was heute kaputt gespart wird und wie weit es in der psychiatrischen Alltags-Praxis mit dem viel beredeten Trialog wirklich gediehen ist.
Wir haben engagierte Menschen, deren Name mit der Idee der Psychiatriereform verbunden ist, gebeten, ihre Sicht der historischen und aktuellen Entwicklungen aufzuschreiben: Offen und persönlich, resümierend und visionär. Und wir mußten nicht lange bitten.
Denn es liegt etwas in der Luft, das beunruhigt, umtreibt und sich nach Verbündeten umschauen läßt.
Wir erleben eine große Rastlosigkeit im alltäglichen Hamsterrad, die durch den Verlust alter Ideale und aufgrund fehlender Zielvorgaben zu einer Ratlosigkeit werden könnte.

Um nicht sprachlos zu werden, haben sich in diesem Buch viele zu Wort gemeldet. Wie geht’s uns denn heute in der Sozialpsychiatrie?
Antworten in diesem Buch von Dagmar Barteld-Paczkowski, Jürgen Blume, Thomas Bock, Fritz Bremer, Dorothea Buck, Heinz Deger-Erlenmaier, Klaus Dörner, Hartwig Hansen, Matthias Heißler, Heiner Keupp, Charlotte Koning, Peter Kruckenberg, Beate Lisofsky, Oskar Negt, Niels Pörksen, Hans-Ludwig Siemen, Karl-Heinz Walter, Wolfgang Wodarg, Christian Zechert und anderen.

Inhaltsverzeichnis

Hartwig Hansen: Zeitzeichen ... 7

Oskar Negt: Zeitgeist und Krankheit ... 16

Wolfgang Wodarg: Krankheit und Menschenwürde in der Psychiatrie ... 27

Hans-Ludwig Siemen: Vom Mythos der Enquete – Versuch einer kritischen Annäherung ... 35

Niels Pörksen: Die Solidarität der Schwachen kann mehr bewirken als der gesammelte Fachverstand der Experten – Persönliche Bilanz nach 30 Jahren ... 51

Heiner Keupp: Lernschritte in Psychiatriereform: Von der »Fürsorglichen Belagerung« zu einer Empowerment-Perspektive ... 64

Christian Zechert: Sozialpsychiatrie hat Zukunft, muss sie aber noch gestalten ... 83

Klaus Dörner: Von der Institutions- zur Bürgerorientierung ... 90

Frank-Otto Pirschel, Harald Schmidt, Martin Bührig, Peter Kruckenberg, Maria Stock: Regionalisierung –
Zurück in die Gesellschaft ... 106

Bettina Kroll, Wielant Machleidt, Stephan Debus, Martina Stigler: Soteria zwischen Euphorie und Ernüchterung ... 115

Thomas Bock: Eine Frage der Glaubwürdigkeit – Zur inhaltlichen und strukturellen Gestaltung von
»Antistigma-Kampagnen« ... 126

Jürgen Blume: Psychose-Seminare – Chancen und Grenzen ...132

Renate Schernus: »Den Leuten aufs Maul geschaut« – Sozialpsychiatrie von unten ... 136

Anonymus: Abschied von sozialpsychiatrischen Ideen oder: Alles nur noch Fassade ... 163

Fritz Bremer: Erosion oder Reform? ... 166

Heinz Deger-Erlenmaier: 25 Jahre Psychiatrie-Reform. (K)Ein Grund zum Feiern? Eine Polemik ... 178

Beate Lisofsky: Wunschland und Wirklichkeit – Stand der Angehörigenbewegung ... 190

Karlheinz Walter: Die Reform wieder flottmachen ... 197

Dorothea Buck: SELBSTHILFE – groß geschrieben ... 205

Matthias Seibt: Stand und Perspektiven der organisierten Psychiatrie-Erfahrenen ... 215

Dagmar Barteld-Paczkowski: »...dass sie mich anhören und ihre Fragen zurückstellen!« – Ein Gespräch mit Jürgen Blume ... 222

Charlotte Koning: »Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen.« ... 229

Autorinnen und Autoren ... 238

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