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Die Paranuss ist die härteste Nuss der Welt.

Und: Unser Verlagsprojekt ist einmalig in Deutschland.

Wir mischen uns seit fast dreißig Jahren ein in aktuelle sozial- und gesundheitspolitische Diskussionen und schaffen als Betriebsteil der „Brücke Neumünster gGmbH“ zugleich Arbeitsmöglichkeiten für psychiatrieerfahrene Menschen.
Das ist Tag für Tag eine harte Nuss ... Auch deshalb haben wir die Paranuss als Namensgeberin für unseren Verlag gewählt.
Interessanterweise heißt „Parannus“ (mit doppeltem „n“) im Finnischen so viel wie: „Umkehr, Heilung, Verbesserung“ ...

Das farbenfrohe "Einmisch-Bild" rechts oben auf unserer Homepage verdanken wir Herrn Günter Neupel aus München, der im Paranus Verlag auch einen Postkartenset mit einer kleinen Auswahl seiner Werke veröffentlicht hat: "Wenn du aufsuchst diese Stunde ..."

Ein paar Worte zur Geschichte:

Im März 1981 war im schleswig-holsteinischen Neumünster die „Brücke e.V.“ gegründet worden, und in der Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen tauchten immer wieder Texte und Bilder auf, die es wert waren, einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden.

1984 saßen dann Fritz Bremer und Henning Poersel zusammen und dachten nach über literarische und künstlerische Arbeit im Umfeld von Psychiatrie. Beide hatten sich in der Gründungszeit der „Brücke“ kennengelernt. Beide beschäftigten sich schon länger mit Kunst, mit Literatur und mit Psychiatrie. Und dann fiel eher beiläufig der entscheidende Satz: „Lass uns doch einfach eine Zeitschrift machen!“

Gesagt, getan. – Der ersten Textsammlung gab man 1985 den programmatischen Titel „Brückenschlag“, bat in den Folgejahren regelmäßig um Text- und Bild-Einsendungen zu einem bestimmten Thema und fügte dem Titel später die erläuternde Unterzeile hinzu: „Zeitschrift für Sozialpsychiatrie – Literatur – Kunst“.
Das Konzept trug bis 2014 dreißig vielstimmige Ausgaben lang: Eine lebendige, themengebundene Mischung aus Prosatexten, wissenschaftlichen Essays, Gedichten und Bildern von Autorinnen und Autoren mit und ohne Psychiatrieerfahrung. Die Ausgabe 30/2014 zum Thema "Leben in Nischen" beendete die "Ära Brückenschlag" im Paranus Verlag. Natürlich können frühere lieferbare Ausgaben gern weiterhin bestellt werden.

Als sich auch längere Texte zur Publikation aufdrängten, war die Verlagsgründung 1990 eine logische Konsequenz.
Wie aber sollte er heißen?
Die Paranuss ist die härteste Nuss der Welt, und auch jede psychische Erkrankung gibt einiges „zu knacken“ auf. Das scharfe „S“ am Ende ein bisschen gemildert – voilà: Paranus Verlag.

Im Herbst 2000 übernahm der Paranus Verlag zudem die Rechte und Bestände des Verlages Jakob van Hoddis, der 1986 von Prof. Klaus Dörner und seinem Team in Gütersloh gegründet worden war. Die Edition Jakob van Hoddis im Paranus Verlag hat mit Neuauflagen und weiteren inhaltlich passenden Titeln die Tradition dieses besonderen Verlages fortgesetzt.

Der Paranus Verlag wendet sich mit seinem Programm an ein breites Publikum, genannt seien zum Beispiel: alle im Sozialbereich Engagierte; an sozialen Themen und künstlerischem Ausdruck Interessierte; von psychischen Erkrankungen Betroffene und Angehörige und zudem an alle, die sich beruflich und ehrenamtlich mit Sozial- und Gesundheitspolitik auseinandersetzen (müssen).

Der Paranus Verlag ist von Anfang an integrierter Bestandteil der besonderen Beschäftigungseinrichtung „druckwerk & Verlag“ der „Brücke Neumünster“, die mittlerweile zu einer gemeinnützigen GmbH wurde. An Redaktion, Herstellung, Werbung und Vertrieb unserer Titel sind alle Betriebsangehörigen – Lektoren, Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einrichtung, Setzerinnen, Drucker und Betreuende – gemeinschaftlich beteiligt.


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