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Hans-Ludwig Siemen (Hg.)

GeWOHNtes Leben

Psychiatrie in der Gemeinde

ISBN 978-3-926200-50-1
192 Seiten
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Über das Buch

Wohnen ist eine solche Selbstverständlichkeit, dass kaum darüber nachgedacht bzw. geforscht wird. Wohnen umfasst den Bereich der Reproduktion sowie der Haus- und Erziehungsarbeit. Es wirkt bedeutungslos im Vergleich mit dem Wirtschaftsleben, das als zentral für unsere Gesellschaft angesehen wird.
Wer aus dem Produktionsprozess herausfällt, hat nur ein beschränktes Recht auf Wohnen. Chronisch psychisch kranke Menschen leben entweder in ihrer Ursprungsfamilie, in oft desolaten Wohnverhältnissen (Verfügungswohnungen, Obdachlosigkeit) oder aber in vollstationären Einrichtungen (Alten- und Pflegeheime, spezielle Wohnheime).
Die Zahl betreuter oder begleiteter Wohnformen, die den Betroffenen große Selbstbestimmungsmöglichkeiten einräumen, ist dagegen gering.

Ziel dieses Buches ist, für den Ausbau ambulanter Betreuungsformen zu werben, die chronisch psychisch kranke Menschen nicht aus ihrem geWOHNten Umfeld herausreißen und möglichst eigenständig leben lassen.
Zum einen wird aufgezeigt, dass auch schwer beeinträchtigte Menschen in eigenen Wohnungen leben können. Zum anderen wird diskutiert, wie Betreuung und Begleitung aussehen können, ohne die Selbständigkeit und das Selbsthilfepotential über Gebühr einzuschränken.

"Mein Fazit: Das Buch gehört in jeden Trägerverein, in die Hände von privaten BetreuerInnen und – ganz wichtig – in den Bücherschrank und den Kopf von (Kommunal-)PolitikerInnen. Die Sprache ist klar, die Botschaft eindeutig: »Leben und leben lassen«."
Heinz-Günther Maaßen in: Soziale Psychiatrie

Inhaltsverzeichnis

Hans-Ludwig Siemen: Vom Gewohnten – Eine Einführung

I Grundlegendes

Heiner Keupp: My home ist my castle – Wohnen und Identitäten
Klaus Dörner: Ende der Veranstaltung – Beginn der Chronisch-Kranken-Psychiatrie
Ulla Schmalz: Kann denn ein Wohnheim ein Zuhause sein?
Matthias Seibt: Ansprüche Psychiatrie-Erfahrener an Betreutes Wohnen
Rosa Geislinger: Hilfe zur Selbsthilfe – Professionelle Unterstützung von Psychiatrie- und Psychoseerfahrenen im Rahmen der Selbsthilfe

II Ansätze und Projekte

Ursula Kosmalla: Das Einfache, das so schwer zu machen ist – Alltag im Betreuten Wohnen
Ulla Schmalz: Pilotprojekt Hotel plus
Martina Henne: Eine frauenspezifische Betreuung für psychiatrieerfahrene Frauen – Hintergründe und Notwendigkeit
Konrad Bauer: Betreutes Wohnen (auch) für forensische Patienten
Thomas Schmid: Ambulante psychiatrische Pflege
Stefan Bräunling: Weglaufhaus „Villa Stöckle“ – eine Alternative

III Ausblick

Petra Gromann: Der personenzentrierte Ansatz im betreuten Wohnen
Ulrich Seibert: Gemeindepsychiatrie ist mehr als Betreutes Wohnen

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