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Sachbücher/Erfahrungen

Lilo Rombach

„Liebster Fabian, deine Mutter ist sehr krank ...“

Eine außergewöhnliche Familienbiografie

ISBN 978-3-940636-11-9
192 Seiten, 2010
Preis 14,80 EUR
zzgl. Versandkosten, inkl. 5,00 % MWSt
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Über das Buch

Als uns im Verlag dieses Manuskript erreichte, merkten wir beim ersten Hineinschauen: Das ist etwas Besonderes! Eine Großmutter schreibt die Geschichte ihrer Familie auf, vor allem die Geschichte ihrer Tochter, die in jugendlichen Jahren an Schizophrenie erkrankt. Sie schreibt sie für ihren Enkel, der bei Pflegeeltern aufwächst und den sie direkt anspricht: „Lieber Fabian, wenige Monate vor deiner Taufe habe ich begonnen, dir diese Geschichte deiner Mama-Julia, deines Papa-Louis und unserer Vorfahren zu erzählen. Ich habe mit vielen Unterbrechungen rund neun Monate dafür gebraucht – so lange wie für eine Schwangerschaft. Beinahe so glücklich und müde war ich auch, als die letzte Seite beendet war.“
Es ist eine Geschichte voller Liebe für Tochter und Enkel, voller Hoffen und Bangen, Wagen und Zagen – und vor allem ein einmaliges Dokument des Erlebens und Mitleidens einer Mutter und Großmutter.



„Liebster Fabian, du wirst nie auf meinem Schoß sitzen und aufgeregt den Märchen lauschen, die ich dir erzählen möchte, obwohl ich deine Oma bin. Ich werde dir kein Märchen erzählen, sondern deine eigene Geschichte und die traurige Geschichte deiner Mama, denn ich weiß nicht, ob ich sie dir, wenn du alt genug und erwachsen bist, noch selbst erzählen kann.
Deine Pflegeeltern, die dich sehr lieb haben, wollen dir, wenn du größer bist, alle deine Fragen beantworten, damit du in der Schule die Wahrheit nicht von anderen erfährst. Sie haben noch drei eigene Kinder, die dich auch sehr lieb haben.
Ihr nennt mich Oma-Lilo, denn du hast noch zwei Omas und zwei Opas, die Eltern deiner Pflegeeltern, bei denen du lebst. Deine von mir über alles geliebte Mama oder „Mama Julia“, wie wir sie alle nennen (denn für dich ist natürlich die Frau, die dich von klein auf großgezogen und sogar mit viel Liebe gestillt hat, deine „Mama“), ist sehr krank. Sie kann sehr schlecht für sich sorgen, keinen Beruf ausüben und schon gar nicht ein Baby versorgen oder großziehen. Sie sieht das aber ganz anders, wollte dich unbedingt haben und leidet furchtbar darunter, dass du zu einer Fremden Mama sagst und nicht zu ihr.
Deine Geschichte ist auch die deiner Mama. Die unendlich langen vergangenen zehn Jahre, in denen ich sie mehr oder weniger gut in ihrer Krankheit begleitet habe und in denen ich – ich gestehe es – häufig nicht mehr leben wollte, haben mich nervös und hektisch gemacht. Auch jetzt, beim Niederschreiben, werde ich immer wieder unterbrochen, weil mich deine Uroma Henny und deine Mama brauchen. Was deine Mama Julia – abgesehen von ihrer großen Einsamkeit und Traurigkeit – wirklich denkt und fühlt, ist schwer zu sagen. Sie versteckt ihre Gefühle und Ängste hinter einer Maske, so dass ich nur gelegentlich Zugang zu ihnen erhalte. Fremden vertraut sie nichts aus ihrem Leben an. Aber ich weiß, dass sie sehr leidet. Ich kann nur aus meiner Sicht sprechen und vielleicht kann ich ihr Leid und ihre Traurigkeit nicht so schildern, wie sie es verdient hätte. (...)"


Inhaltsverzeichnis

Prolog 7

Teil 1
Jugend, Ehe und Scheidung deiner Oma und Geburt deiner Mama Julia
... 9

Teil
Kinder- und Jugendjahre deiner Mama Julia
... 30

Teil 3
Krankheit deiner Mama, deine Geburt und deine ersten beiden Lebensjahre
... 45
Jetzt ist es also so weit ... 57
»Bitte seien Sie nett zu ihr!« ... 68
»Sie sind der erste Mensch, der mir geholfen hat …« ... 88
Das Jahr 1996 – dein Jahr! ... 96
Die Nachricht ... 99
Ein unvergesslicher, schrecklicher Tag – Julias 29. Geburtstag ... 101
Das schönste Baby der Welt ... 130
… so scharf ist der Schmerz ... 140
Die Eskalation ... 143
Das Gutachten ... 149
»Sorgen Sie weiter für sie!« ... 162
»Sie ist ohne Schwierigkeiten mitgegangen …« ... 168
»Du nimmst mir mein Kind weg, du Drecksau …« ... 171
»Ruhe«stand ... 173
1998 – Neuer Schmerz, kleine Glücksmomente und Erfolge ... 177
Das Fest des Jahres – Jedes Kind braucht einen Engel ... 180

Epilog im April 2010 ... 186

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